Elsa Kastela-Kreihsl in Verdis Don Carlos, Stadttheater Bonn
Elsa Kastela-Kreihsl in Verdis Don Carlos, Stadttheater Bonn

 

Elsa Kastela-Kreihsl

 

Opernsängerin - Musikpädagogin - Autorin

 

Die Sopranistin Elsa Kastela wurde in Griechenland, in der Bucht von Kastela (daher auch ihr Künstlername) in Piräus als Tochter einer hochmusikalischen Familie geboren. Sie studierte am National-Konservatorium in Athen Klavier und Gesang, sodann an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst bei den Professoren Elisabeth Radó (Sologesang), Alexander Kolo (Operndarstellung), Erik Werba (Lied und Oratorium) und Ludwig Czaczkes (Konzertpianistin).

1961 erhielt sie einen Bühnenvertrag als erste Sopranistin am Theater der damaligen Bundeshauptstadt Bonn und debütierte als Kleopatra in Händels „Julius Caesar“ unter Peter Ronnefeld. 1966 sang sie in Bonn in der Uraufführung von Wolfgang Fortners Oper "Die Bluthochzeit" die Rolle der Braut. Neben ihrem festen Bonner Engagement gastierte sie in verschiedenen Opernhäusern und Konzertsälen Deutschlands, der Schweiz, Österreichs, Griechenlands, Frankreichs und Luxemburgs. 1968 führte sie eine große Amerika-Tournee u.a nach Los Angeles und San Francisco, in die Philharmonic Hall New-York und die Constitution Hall Washington. 1970 engagierte sie Herbert von Karajan für die Salzburger Festspiele. Durch Karajan lernte sie auch ihren späteren Ehemann, Wilhelm Kreihsl, Beleuchtungsinspektor der Salzburger Festspiele und der Wiener Volksooper, kennen.

1975 sang sie in Lübeck bei der Erstaufführung in Deutschland die Klytemnestra in Vottorio Gnecchis "Cassandra". Insgesamt gestaltete Elsa Kastela 27 Hauptrollen in mehr als 600 Bühnenvorstellungen. Wobei so manche Ihrer Bonner Vorstellungen von prominenten deutschen Politikern wie dem Bundespräsidenten Wilhelm Lübke und dem Bundeskanzler Willy Brandt besucht wurden. 

Neben ihrer Bühnenkarriere gab sie noch zahlreiche Liederabende und Konzerte in Europa, so auch im Rahmen von Festivals und von Tourneen mit der Philharmonie Budapest unter János Ferencsik, sowie unter Helmuth Rilling, Leiter der internationalen Bach-Akademie Stuttgart. Ferner wirkte sie in mehreren Produktionen des Westdeutschen, Hessischen und Süddeutschen Rundfunks mit und machte eine Reihe von Fernsehaufnahmen beim WDF in Köln.

1977 wurde ihr von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil der Berufstitel „Professorin“ verliehen.

1981 wurde Elsa Kastela-Kreihsl als Gesangspädagogin an das Konservatorium der Stadt Wien berufen und widmete fortan ihre ganze Kraft der neuen Künstlergeneration.

 

Ausführlicher Lebenslauf

 

„Mein Leben besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil habe ich gesungen, im mittleren Teil habe ich unterrichtet, und im dritten Teil schreibe ich das, was ich sagen möchte. Das ist für mich die Krönung meiner Laufbahn als Sängerin.“

 

Bücher:

„Aphorismen und Gedichte“, in griechischer Sprache, RHVerlag 2010

„Oratorium von Tod und Leben“, deutsch 2012

„Philosophie des Singens in Beziehung zum Leben“, in griechischer Sprache 2013, deutsche Übersetzung in Vorbereitung

„Technik des Gesangs“, in Arbeit

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Elsa Kastela

 

war eine weltweit gefeierte Sopranistin. Nach Beendigung ihrer Bühnenkarriere unterrichtete sie am Konservatorium der Stadt Wien, danach am Prayner-Konservatorium Gesang. Mit ihrem Können und ihrer Intuition perfektioniert sie laufend die Technik des Singens.
Die Welt des Klangs verinnerlichte sie derart, dass sie alle Dimensionen menschlichen Seins damit verbindet. So wie das Singen den ganzen Menschen erfordert, die Offenheit zum Ganzen des Ursprungs, so löst sich letztlich auch die Grenze zwischen Gesang und Religiosität auf.